Fast alle feuchten und stapelbaren Futtermittel, die Van Triest CirQlar B.V. (im Folgenden „Van Triest CirQlar”) vertreibt, werden auf der Grundlage ihres Trockensubstanzgehalts abgerechnet.
Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Van Triest CirQlar, seinen Lieferanten und seinen Transportunternehmen werden zu diesem Zweck häufig direkt beim Hersteller dieser Futtermittel Proben von möglichst frischem Material entnommen.
Der Trockenstoffgehalt dieser Proben wird häufig bereits vor Ort bestimmt. Je nach Produkt und Hersteller erfolgt dies durch den Hersteller selbst oder durch ein externes Labor.
Im Allgemeinen werden drei Proben entnommen:
Der Trockensubstanzgehalt des frischen Produkts entspricht dem Trockensubstanzgehalt, zu dem Van Triest CirQlar das Produkt vertreibt.
Während des Transports und der Lagerung bleibt der Trockensubstanzgehalt von feuchtigkeitsreichen und stapelbaren Futtermitteln jedoch nicht konstant. Im Allgemeinen verlieren diese Futtermittel Trockensubstanz durch verschiedene im Futtermittel ablaufende Fermentationsprozesse.
In der Praxis kann es zu einer Abweichung von bis zu 1,5 % zwischen dem Trockensubstanzgehalt eines frischen Futtermittels direkt nach der Produktion und dem gleichen Futtermittel zum Zeitpunkt der Lieferung kommen. Dies ist auf einen natürlichen Prozess zurückzuführen, der keinen negativen Einfluss auf den Futterwert hat. Bei der Kontrolle des Trockensubstanzgehalts auf Hofebene können daher solche Abweichungen auftreten. Wir betrachten dies nicht als Abweichung.
Selbstverständlich ist es immer ratsam, den Trockensubstanzgehalt der erhaltenen Produkte zu überprüfen und uns Abweichungen zu melden. Van Triest CirQlar akzeptiert jedoch nur dann Reklamationen zum Trockensubstanzgehalt eines Futtermittels, wenn die nachstehenden Bedingungen erfüllt sind.
Wenn Sie feststellen, dass der von Ihnen gemessene Trockensubstanzgehalt systematisch vom Gehalt der Frischprobe abweicht, überprüfen Sie bitte den Prozess von der Probenahme bis zum Zeitpunkt der Messung und kalibrieren Sie das Trockensubstanzmessgerät.
Bei Fermentationsprozessen wandeln Mikroorganismen Kohlenhydratquellen (Zucker und leicht abbaubare Stärke) in Fermentationsprodukte wie Milchsäure, Essigsäure und Ethanol um. Dies sind natürliche Prozesse, die immer dann stattfinden, wenn die Bedingungen für die jeweiligen Mikroorganismen günstig sind. Eine feuchte Umgebung, eine angenehme Temperatur und ausreichend Nährstoffe sind Bedingungen, die eigentlich alle feuchten und stapelbaren Futtermittel erfüllen.
Der Haken ist jedoch, dass ein erheblicher Teil dieser Fermentationsprodukte bei hohen Temperaturen verflüchtigt. Um den Trockensubstanzgehalt eines Futtermittels zu ermitteln, wird es für eine bestimmte Zeit bei 103 °C getrocknet. Dabei verflüchtigt sich ein Teil der Fermentationsprodukte.
Im Vergleich zum frischen Produkt sind somit Zucker und Stärke verschwunden und wurden durch Fermentationsprodukte ersetzt, was zu einem niedrigeren gemessenen Trockensubstanzgehalt führt. Die Nährstoffe, die bei einer Trockensubstanzbestimmung nicht nachgewiesen werden können, sind also nicht vollständig aus dem Futtermittel in Ihrem Silo verschwunden, sondern wurden in andere Stoffe umgewandelt, die sich mit den üblichen Methoden nicht nachweisen lassen.
Verschiedene Fermentationsprodukte wirken sich positiv auf die Konservierung und den Nährwert von Futtermitteln aus. Dabei werden in der Regel organische Säuren gebildet, die den pH-Wert der feuchten Futtermittel senken. Insbesondere die Bildung von Milchsäure spielt dabei eine wichtige Rolle. Aufgrund ihrer konservierenden Wirkung sind organische Säuren in Futtermitteln unverzichtbar. Durch den gesenkten pH-Wert können sich andere, meist schädliche Mikroorganismen (wie Schimmelpilze, Salmonellen, E. coli und Fäulnisbakterien) nicht entwickeln.